Am 04. Juli 2026, exakt 100 Jahre nach dem Parteitag der NSDAP in Weimar, bei dem die Hitlerjugend gegründet wurde, hat die AfD zu ihrem Parteitag in Erfurt eingeladen. Unter dem Titel #Widersetzen riefen verschiedene Bündnisse und Vereinigungen, darunter auch die OMAS GEGEN RECHTS auf, Widerstand zu zeigen. Die OGR Darmstadt sind mit einer kleinen Gruppe diesem Aufruf gefolgt. Um 06:00 Uhr sind wir gestartet und nach 3 Stunden ohne Schwierigkeiten in Erfurt angekommen. Eine hohe Anzahl von Bussen und eine hohe Polizeipräsenz gab uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Situation, die uns vermutlich in der Erfurter Innenstadt erwarten würde.
Wir sind direkt zum OMA GEGEN RECHTS Treffpunkt am Bahnhof gelaufen, Die weißen Westen, weiße und regenbogenfarbene Fahnen und Schirme mit der bekannten Aufschrift OMAS GEGEN RECHTS wiesen uns den Weg. Wir trafen OMAS aus dem gesamten Bundesgebiet von Essen, Eschweiler, Aachen, Hamburg über München bis hin zu Stuttgart, Ulm, Würzburg, Miltenberg, Freiburg und viele andere mehr.

Eine Frau von der Zugverwaltung bat uns als Order:innen zu fungieren, was wir nach kurzem Zögern dann auch gemacht haben. Es ist nur schwer einzuschätzen, wie viele Menschen im Zug mitgegangen sind, es waren ohnehin mehrere Züge an diesem Tag unterwegs, die Polizei sprach von machtvollen Demonstrationen. Vermutlich waren mehr als die von der Polizei angegebenen 31.000 Menschen unterwegs. Auf den Zubringerautobahnen zur Messe, wo der Parteitag stattfand, ist es zu Blockaden gekommen. Dort gab es auch Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten. Leider kamen die Blockierer zu spät, die Polizei hatten allen Delegierten des Parteitags bereits um 04:00 Uhr mit Bussen in die Messehallen gebracht. In dem Zug, an dem wir teilgenommen haben, ist alles ruhig und friedlich verlaufen. Am Gothaer Platz kam es durch Kundgebungen und Musik zu einem Stau. Es ist uns aufgefallen, dass an der Strecke nur wenig Polizeipräsenz gewesen ist und dass die Stichstraßen auf den Zugweg nicht gesperrt oder gesichert gewesen sind. Wir haben unsere diesbezüglichen Bedenken der Zugleitung mitgeteilt.

Als es auch nach einer halben Stunde nicht weiterging, haben wir unsere Ordnerjobs an andere OMAS weitergegeben und sind zu weiteren Orten in Erfurt gegangen, an denen Stände und Aktionen für die OMAS ausgewiesen worden sind. Am Theaterplatz trafen wir am OMA-Stand auf eine Erfurter OMA, die aus Offenbach stammte. Dort wurden Buttons hergestellt, die bei uns gewisse Begehrlichkeiten geweckt haben.
Ein witziges Detail soll noch ergänzt werden, das wir selbst erst abends in der Presse gelesen haben. In dem Saal, in dem der Parteitag stattfand, ertönte plötzlich während der Wahl der Stellvertreter der Imperial March aus Star Wars! Nach einer Suchaktion wurde eine Bluetooth Box gefunden – wer sie dort untergebracht hat, ist nicht klar. Da wären wir gern Mäuschen gewesen! In Summe kann die AfD trotz vollmundiger anderslautender Aussagen nicht ignorieren, wie viele Menschen aller Altersstufen sich deutlich mit Plakaten, Liedern und Demo-shouts gegen sie und ihre Politik geäußert haben.
Die Rede von Anna Ohnweiler, der 1. Vorsitzenden unseres Vereins haben wir leider verpasst, aber sie wurde uns durch unsere Beteiligung in den sozialen Medien zugespielt Danke Anna, für deine Worte, es ist super, dass wir immer wieder auf unsere Vorstandsfrauen treffen, sie gehen uns mutig voran!
Demoteilnehmer:innen sind sich einig:
ALLE ZUSAMMEN GEGEN DEN FASCHISMUS!
Wir OMAS gehen weiter voller Energie voran – und beim nächsten Mal setzen wir gemeinsam ein noch lauteres Zeichen!
Unser Darmstädter Netzwerk wächst und wächst: Über 200 wunderbare Menschen sind schon in unserem E-Mail-Verteiler. Wir alle spüren die gleiche Kraft. Wir lassen das Gefühl der Ohnmacht hinter uns und werden gemeinsam aktiv.
Wer, wenn nicht wir?
Wo, wenn nicht hier?
Wann, wenn nicht jetzt?
OMAS GEGEN RECHTS!
ALERTA!