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#Hinschauen: Gemeinsam gegen patriarchale Gewalt.“ Ausstellung im Justus-Liebig Haus

24. August 7. September

„#Hinschauen: Gemeinsam gegen patriarchale Gewalt.“ 

Das Projekt „#Hinschauen: Gemeinsam gegen patriarchale Gewalt.“ möchte unterschiedliche Formen geschlechtsspezifischer Gewalt einer breiten Öffentlichkeit sichtbar machen. Patriarchale Gewalt, vor allem sexualisierte Gewalt, Femizide und männliche Partnerschaftsgewalt, ist kein Randphänomen. Sie ist tief in gesellschaftlichen Macht- und Geschlechterverhältnissen verankert. Gewalt gegen Frauen findet jeden Tag statt – in allen Ländern, in allen Kulturen – und auch bei uns. „In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt; etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner“, heißt es in einem Bericht des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

Was ich anhatte Ausstellung im Justus Liebig Haus

Alle Termine und wichtigen Infos hier unter diesem Link:

Im Zentrum des Projekts steht die Wanderausstellung „Was ich anhatte“, die schon in verschiedenen Städten zu sehen war. Darin erzählen 12 Frauen ihre Geschichte von sexualisierten Übergriffen, von Nötigung und Vergewaltigung. „Was ich anhatte“ ist dabei zentral: Denn in der Ausstellung sind die Kleidungsstücke zu sehen, die die Frauen bei der Tat getragen haben – vom Nachthemd einer 80jährigen Frau bis hin zum Kleid eines sechsjährigen Mädchens. Das zeigt: Sexualisierte Gewalt ist niemals durch Kleidung erklärbar oder zu rechtfertigen. Die Kleidung ist für das Geschehen irrelevant.

Eine Kooperation von Omas gegen Rechts, pro familia Darmstadt und der Wissenschaftsstadt Darmstadt holt diese Ausstellung nun vom 24.8. bis zum 7.9. 2026 nach Darmstadt ins Justus-Liebig-Haus (Öffnungszeiten: Dienstag 9:00-19:00 Uhr, Mittwoch 10:00 – 17:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 19:00, Freitag 10:00 -17:00 Uhr.) 

Die Vernissage der Ausstellung findet am 24.8. 2026 um 18:00 Uhr statt. Bürgermeisterin und Frauendezernentin Barbara Akdeniz wird ein Grußwort sprechen, ebenso Dr. Erik Sparn-Wolf, Regionalgeschäftsführer Darmstadt, Der Paritätische Hessen. Im Anschluss daran führt Miriam Seel, Fachberaterin sexualisierte Gewalt bei pro familia Darmstadt, durch die Ausstellung. Weitere öffentliche Führungen bietet sie an am Donnerstag, 27.08. von 17:00 -18:00 Uhr und am Freitag., den 4.09. von 15:00 bis 16:00 Uhr.  Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. 

Im Rahmen des Projekts ist der Film „LUCHADORAS“ im Programmkino Rex (So, 30.8. 14:30 Uhr) zu sehen Der mexikanische Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dreier Frauen in Ciudad Juárez, der Stadt mit den meisten Femiziden in Mexiko. Sie kämpfen auch als Wrestlerinnen für ein neues emanzipiertes Frauenbild in einem vom Machismo geprägten Alltag. Mit viel Kampfgeist präsentieren sie ein neues Bild davon, was es bedeutet, in Mexiko eine Frau zu sein. Im Anschluss werden in einem Filmgespräch mit Camilla de López und Andrea Hartmann die Inhalte eingeordnet und vertieft. 

Außerdem findet in Kooperation mit der Fachberatungsstelle Wildwasser Darmstadt ein Workshop statt: „WenDo für Mädchen* und Frauen* – Stark auftreten & Grenzen setzen“.  Der Workshop für Mädchen und Frauen ab 16 Jahren bietet eine Einführung in die Praxis des WenDo und unterstützt dabei, eigene Grenzen bewusster wahrzunehmen und sicherer zu vertreten.  Gemeinsam werden Strategien für schwierige oder grenzüberschreitende Situationen erarbeitet. Bitte eigene Fitness-/Gymnastikmatte mitbringen, bequeme Kleidung ist empfehlenswert. Zeit: Freitag, 4. September von 16:30 – 19:30 Uhr Kursleitung: Doris Aubele (WenDo-Trainerin) Teilnahme: kostenfrei, höchstens 12 Teilnehmerinnen) Anmeldung: info@wildwasser-darmstadt.de oder Tel.: 06151-28871

Zum Abschluss des Projekts liest am 7.9. 2026 die Berliner Anwältin für Familienrecht Asha Hedayati aus ihrem Buch „Die stille Gewalt“ und spricht im anschließenden Autorinnengespräch über die Inhalte und Hintergründe ihrer Arbeit. In ihrem Buch zeigt sie eindrücklich, wie der Staat die betroffenen Frauen alleinlässt. Denn häufig stufen Polizei, Jugendämter und Familiengerichte die Taten als privaten Konflikt ein. Diese Perspektive führt dazu, dass strukturelle Macht- und Gewaltverhältnisse nicht immer angemessen erkannt und adressiert werden.
(Justus-Liebig-Haus, 7.09. 2026, 18:00)

Schulen ab Klasse 10 können eine Führung durch die Ausstellung mit pädagogischer Begleitung buchen unter: schulklassen.termine@hessen.profamilia.de

V.i.S.d.P. Ute Günther, pro familia Darmstadt, Brigitte Scholtes, Omas gegen Rechts Darmstadt

Justus Liebig Haus

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Darmstadt,
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