OMAS GEGEN RECHTS
Darmstadt
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Mütterkarawane macht Station in Darmstadt

„Frau _ Leben _ Freiheit“, so schallte es am Montagnachmittag laut und entschlossen über den Luisenplatz in Darmstadt. Die „Karawane für Menschlichkeit“, kurz „Mütterkarawane“ machte am 15.6. in Darmstadt Station. Zivilgesellschaftliche Gruppen aus Darmstadt, u.a. die Omas gegen Rechts Darmstadt und KOKAS (Koordinationskreis Asyl Darmstadt), sowie Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung begrüßten die „Mütterkarawane“, gemeinsam mit ihren Familien herzlich.

Eindrücke Muetterkarawane 15.6. Darmstadt Luisenplatz


Einige der Frauen haben selbst syrische Wurzeln, andere sind durch Reisen nach Rojava motiviert und begeistert worden. Am Mikrofon machen sie deutlich, was auch Mitinitiatorin Monika Bunse über ihre persönliche Motivation sagt:
„Ich bin Mutter von fünf Töchtern und vier Enkelinnen. Frauenrechte sind für mich ein Herzensanliegen. Wir können nur als Menschheit bestehen, wenn wir das Verbindende stärken und gemeinsam nach Lösungen suchen – statt Hass und Spaltung Raum zu geben.“
Dieses Verbindende war auf dem Luisenplatz deutlich zu sehen und zu spüren. Begleitet von einem kurdischen Lied, dem Friedenslied „Soldat“ und Tracy Chapmans Hymne „Talkin‘ Bout A Revolution“, die zwei Frauen der Karawane mit Gitarren und eindrucksvollen Stimmen vortrugen, flochten die Anwesenden – Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche verschiedener Nationalitäten – gemeinsam einen meterlangen Zopf der Solidarität. Dabei begegneten sie sich rücksichtsvoll und mit viel Freude – über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Zum Abschluss wurde dieses eindrucksvolle Symbol durch einen gemeinsamen Kreistanz zu Trommel- und Flötenklängen noch einmal bekräftigt.

In Darmstadt ist der Solidaritätskreis Kurdistan-Rojava aktiv und wird nicht müde, auf die vielfältigen Bedrohungen des basisdemokratischen Gesellschaftsmodells in der Region Rojava aufmerksam zu machen. Dieses Modell steht in starkem Kontrast zu den Nationalstaaten des Mittleren Ostens und damit auch zu den Machtstrukturen in Ankara, Teheran, Bagdad und Damaskus. Auch die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig beschlossen (bei Enthaltung der AfD), sich mit den Menschen in Rojava zu solidarisieren und sie zu unterstützen, wie Bürgermeisterin Barbara Akdeniz auf der Kundgebung am Montagnachmittag betonte.

Beim Abschied lächelte mich die Frau, die neben mir im Kreis getanzt hat, an und sagte:
„Nächstes Jahr seid Ihr bei der Karawane dabei, oder?“ „Das könnte passieren, Omas (gegen Rechts) sind ja schließlich auch Mütter!“, war meine Antwort.

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