OMAS GEGEN RECHTS
Darmstadt
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Die OMAS GEGEN RECHTS beim Frauen-Begegnungstreffen von PaSo


Der Freitagnachmittag ist gesetzt – jede Woche gibt es im Wohnheim in der Holzhofallee 36 ein Treffen für Frauen aus den verschiedensten Ländern und dies bereits seit 3 Jahren. Organisiert werden diese Begegnungstreffen für Frauen von PaSo, einer gemeinnützigen Gesellschaft für partizipative Sozialarbeit im Rahmen ihres Projektes „StadtDialog – Menschen treffen. Stadt erleben. Demokratie gestalten.“ Ziel der Treffen ist es, sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen, Deutsch zu verbessern und das Zugehörigkeitsgefühl zur Stadt zu stärken. Zu den Freitagstreffen, die von den Sozialarbeiterinnen Bozana Katava und Nele Keth geleitet werden, kommen aktuell 33 Frauen – und es werden immer wieder auch Gäste dazu eingeladen, wie z.B. Vertreter von Versicherungsgesellschaften oder der Oberbürgermeister. Dieses Mal waren es die OMAS GEGEN RECHTS: Elke und Hildegard wurden herzlich aufgenommen.


Es ist eine internationale Gruppe, die sich hier zum StadtDialog trifft. Die Frauen kommen z.B. aus Tunesien, Marokko, Syrien, Irak, Ukraine, Taiwan, um nur einige zu nennen und sind im Alter zwischen 30 und ca. 80 Jahren. Zunächst trafen sich lediglich Frauen, die im Haus wohnen, später erfolgte die Öffnung nach außen.

Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb die Frauen nach Deutschland gekommen sind. Flucht vor Krieg und Verfolgung (Syrien, Irak, Ukraine) oder bereits vor vielen Jahren, gemeinsam mit dem Mann, der hier Arbeit gefunden hatte oder weil sie einen Deutschen geheiratet haben. Einige von ihnen beherrschen die deutsche Sprache sehr gut und waren z.T. in qualifizierten Berufen tätig, andere sind dabei zu lernen, was nicht eben leicht fällt.

Das Wichtigste für die Frauen ist bei diesen Begegnungen, mit Gleichgesinnten reden zu können – dies zwanglos beim Häkeln, Stricken, Nähen, Malen oder Basteln und dabei die deutsche Sprache zu üben. Eine Nähmaschine steht zur Verfügung, auch Materialien für Handarbeiten, Schmuck oder Malen, manchmal sogar unterstützt von Künstlerinnen, die entsprechende Angebote machen. Außerdem gibt es den Frauen die Möglichkeit, über ihre Probleme offen reden zu können. Hier sind sie im geschützten Raum und alle wissen, wovon gesprochen wird.

Neben diesen Treffen gibt es auch Außenangebote wie Museums- und Theaterbesuche oder Stadtspaziergänge – sogar größere Fahrten wurden bereits unternommen wie nach Berlin, Fulda u.a., um die Städte zu entdecken. Die Frauen zeigten sich uns gegenüber sehr offen. Wir berichteten über unsere Aktivitäten und davon, wie gern wir auch Frauen an unserer Seite hätten, die als Brückenbauerinnen fungieren könnten bei unseren gemeinsamen Aktionen. Auch von Seiten der Betreuerinnen Bozana und Nele wurde Interesse geäußert, die Omas gegen Rechts bei passenden Aktionen zu unterstützen. Angedacht ist bereits der Weltkindertag am 20.09. und im November der Tag der Toleranz in Eberstadt. Zur Vorbesprechung soll ein Treffen mit dem Impuls-Team oder einer „OgR-Abordnung“ mit Bozana und einigen Frauen stattfinden.

Ein inspirierender Nachmittag mit der guten Aussicht, Frauen aus anderen Ländern möglicherweise zur Mitarbeit anregen zu können.

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