Wie die Omas gegen Rechts zur Meinungsbildung in Darmstadt beitragen



- Mehr Grün in der Stadt….
- Haltestellen wieder mit Automaten bestücken…
- Herrngartencafe unbedingt erhalten…
- Fahrpreise von HEAG Mobilo runter…
- Bezahlbaren Wohnraum schaffen…
- Fussgängerzone sicher für Fußgänger machen…
- Mehr Orte für Jugendliche…
…..das waren einige der vielen Wünsche und Anregungen an die Stadtpolitik, die die Darmstädter:innen am Samstag auf bunte Fähnchen an die 2,00 m hohe Wunschstele am Stand der Omas gegen Rechts gepinnt haben. Zu den Themen Wohnen, Mobilität, Soziales kam so ein bunter Meinungskatalog zusammen, den die OgR an die demokratischen Parteien und Wählergruppen, die für die Stadtverordnetenversammlung gewählt werden, weitergeben wollen (über die Website www.omasgegenrechts-darmstadt.de kann man Näheres erfahren).
Der orange Pavillon der Omas mit der großen blauen Säule war am Samstag am weißen Turm ein großer Anziehungspunkt. Die Vorübergehenden konnten sich über die Arbeit der Darmstädter Regionalgruppe der Omas gegen Rechts in den letzten zwei Jahren informieren. An einer Wäscheleine hingen Fotos der vielfältigen Aktionen der Darmstädter Initiative, die – erkennbar an ihren weißen Oma-Westen und dem bunten Banner – nicht nur auf den großen Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen präsent waren, sondern auch mit eigenen Ständen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt der Kulturen, Toleranz und respektvolles Miteinander und einen verantwortungsbewußten Umgang mit der Umwelt eintreten.
Am Stand kam es zu vielen guten Gesprächen, die Menschen sprachen über ihre Ängste, dass Rassismus immer mehr zunähme und was das für unsere Stadt bedeuten könnte. Wir erhielten viel Zuspruch für unsere ehrenamtliche Arbeit auch von jungen Leuten: „Weiter so“ und „Wir finden Eure Arbeit toll“. Auf Wunsch gab es auch einen Kaffee aus der Kanne „Das Braune muß weg“.
Eine kleine Begebenheit am Rand zeigt, wie sichtbar unsere Präsenz war: Am Abend meldete sich das erste Polizeirevier telefonisch, weil aufgefallen war, dass wir nicht mehr vor Ort waren. Man wollte sicherstellen, dass es keinen Übergriff gegeben hatte. Dafür sagen wir danke, wir freuen uns, dass ihr auf uns aufpasst. 🙂
Tatsächlich war der Grund ein ganz anderer: ein langer Tag, ziemlich starker Wind, der unsere Stele wegwehte und wir haben gefroren.
Wir danken allen, die stehen geblieben sind, zugehört haben, diskutiert – und uns Rückenwind gegeben haben.
